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Zahl-Klang-System

Beschreibung

Angenommen, sie wollten eine Liste so einrichten, dass sie jederzeit Zugriff auf ein bestimmtes Listenelement haben. Was müssten sie dann tun? Klar, sie würden die Elemente der Liste irgendwie nummerieren.

Wie sie in dem vorangegangenen Kapitel gelernt haben, sind Assoziationen sehr wichtig den gelernten Stoff zu behalten. An welche Möglichkeiten denken sie, wenn ich sie nach Assoziationen frage?
  • Eine Möglichkeit sind Klänge. Stellen sie sich vor, sie finden ein Bild, dessen Name so ähnlich klingt wie eine Zahl. Zum Beispiel "drei" -> "Brei". Mit dieser Methode kann man ein wunderbares Ankersystem aufbauen: Das Zahl-Klang-System.
  • Man kann auch Zahlen mit Bildern verbinden. So, dass jedes Bild eine Zahl darstellt. Diese Möglichkeit wird im Zahl-Form-System genutzt.
  • Oder Zahlen werden mit durch alpahbetische geordnete Buchstaben repräsentiert. Die Buschtaben werden wiederum mit einem klanglich-ähnlichen Begriff verknüpft. Darauf basiert das Alphabet-System.
  • Weiterhin kann man jeder Zahl Konsonanten zuordnen. Eine Zahlenfolge wird so in eine Konsonantenfolge umgesetzt. Aus dieser bildet man Worte. Das Major-System funktioniert so.
  • Genausogut kann man Zahlen mit Klägen, Farben, Geräuschen und anderen Dingen verknüpfen. Ansatzweise sind wir darauf im Kapitel Erweiterungsmöglichkeiten eingegangen.
Gehen wir an dieser Stelle näher auf das Zahl-Klang-System ein. Beim Zahl-Klang-System verbinden sie mit jeder Zahl ein Wort, welches sich auf die Zahl reimt. So ergibt sich ein sehr einfaches leistungsfähiges Kodiersystem. Mit den bereits beschriebenen Erweiterungen können sie es leicht ausbauen.

Eine Anwendung für alle Zahl-Systeme ist der Einsatz in Verbindung mit Listen. Die Liste wird als nummerierte Liste memoriert. Jedes Listenelement wird mit einem Anker verknüpft, welche der Position des Listenelementes in der Liste entspricht. Das erste Element also mit dem Anker der Zahl 1, das zweite Element mit dem der 2 und so weiter. Merkt man sich Listen mit diesem System, hat man den Vorteil kein Element zu vergessen. Eine Lücke ist ja offensichtlich.

Nun werden sie sich natürlich nicht eine einfache Aneinanderreihung von Wörtern merken. Dann hätten sie sich fast genausogut die Zahlen merken können. Richtig mächtig wird das Werkzeug, wenn sie alle Fähigkeiten ihres Gehirnes nutzen. Eine Liste memorieren sie als Menge von von Wortpaaren. Das erste Wort jedes Paares steht für die Zahl und das zweite für das entsprechende Listenelement. Damit sie auch alles gut behalten, bilden sie am besten eine Geschichte. Je farbenprächtiger, emotionaler und sinnlicher diese Geschichte ist, desto besser prägt sie sich ein.

Beispiel-System

Für das Zahl-Klang-System kann man folgende Anker nehmen:

0 Bull(e),
1 Stein,
2 Klo,
3 Brei,
4 Bier,
5 Strümpf(e),
6 Hex(e) oder Sex,
7 Rüben,
8 Macht,
9 Scheun(e),
10 Zähne,
11 Elf(e),
12 Wölf(e),
13 geizen,
14 stürzen,
15 Münzen,
16 krächzen,
17 piepsen,
18 Wachsein,
19 Nonsen(s),
20 Danzig.

Das Ganze kann man beliebig fortsetzen. Ihrer Phantasie sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Stellen wir uns vor, wir müssten eine Liste mit den Namen griechischer Philosophen lernen. Diese könnte dann wie folgt aussehen:

  1. Parmenides - Ein PAAR MEngen Steine liegen nebeneinander,
  2. Heraklit - Der Boden im Klo ist HiER KLITschig,
  3. Empedokles - Ein EMPorkömmling DeKlariert das Gesetz über den Brei.
  4. Demokrit - Die BIERpartei gehört zu unserer DEMOKRatie.
  5. Protagoras - PROTeinhaltige Strümpfe aus AnGORAwolle.
  6. Sokrates - SO, GeRADe jetzt kommt die Hex.
  7. Plato - Eine kalte PLATte mir Rüben,
  8. Aristoteles - Die Polizei steht Wacht, während die Diva in der oper ihre ARIe STOTtErt.
  9. Zeno - Der neue ZEN-Tempel ist in der Scheune.
  10. Epikur - Der Zähne-Doktor schreibt ein EPIgramm nach der KUR.

Wie bereits beschrieben merken Sis sich diese Liste am besten als Geschichte:

Bei einer Wanderung durch das antike Griechenland kommen sie an ein Haus. Davor liegen ein paar Mengen Steine. Sie gehen näher heran und erkennen, dass es sich um ein stilles Örtchen handelt.
Der Boden im Klo ist hier klitschig. Drinnen sitzt ein Emporkömmling und deklariert das Gesetz über den Brei. Gerade spricht er davon, dass die Bierpartei zu unser Demokratie gehört. Dabei fuchtelt er wie wild mit seinen proteinhaltigen Strümpfen aus Angorawolle herum.
Ach so, gerad' erzählt er von einer Hex. Diese hätte bei ihm eine kalte Platte Rüben gegessen. Mit aller Macht hätte sie ihn gezwungen zuzuhören, wie sie eine Arie stottert. Jetzt verlässt er das stille Örtchen und geht in seinen Zen-Tempel - eine alte Scheune. Dort schreibt der Priester mit klapprigen Zähnen eine Epistel über seine Kur.

Diese Liste kann man beliebig auschmücken. Ein Zahl-basierendes System bietet alle Vorraussetzungen für eine spätere Erweiterung. So kann man an die oben genannten Anker die Ideen der Philosophen oder deren Lebensdaten anhängen. Wichtig ist, dass man sich die Bilder gut verdeutlicht. Natürlich kann man auch seine eigenen Bilder nehmen.

Bewertung:

Einsatz - sehr einfach,
Effektivität - gut,
Leistung - codiert 20 Elemente ohne Erweiterung,
Lernaufwand - niedrig,
Nutzung - jeder

Copyright Löbel 2001, Last updated 18.12.2001

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