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Das Major System

Beschreibung

Das im 17.Jahrhundert entstandene Major-System ist eines der mächtigsten Memoriersysteme. Zum Erlernen des Systems muss allerdings ein nicht unerheblicher Aufwand getrieben werden. Ist aber die Basis für dieses System erst einmal geschaffen, dann werden richtige Höchstleistungen möglich. Mit diesem System schaffen sie sich die Grundlagen vielstellige Zahlen, lange Listen und große Faktensammlungen sicher abzulegen.

Wie funktioniert dieses mächtige Werkzeug? Zuerst werden Zahlensequenzen mit Substativen verknüpft. Diese Substantive werden mit Bildern assoziert und die Bilder ihrerseits werden untereinander verknüpft. Wie entstehen im Major-System aus Zahlensequenzen Substantive? Jede Zahl von 0-9 steht im Major-System für eine Gruppe phonetisch ähnlicher Konsonanten. Eine Zahlensequenz wird also zuerst in eine Sequenz von Konsonaten abgebildet. Die Zwischenräume zwischen den Konsonanten werden mit Vokalen gefüllt. Die Auswahl der Vokale erfolgt so, dass sich immer ein sinnvolles Wort ergibt. Zur leichteren Memorierbarkeit der Schlüsselwörter kann man so vorgehen, dass man die Vokale in der Reihenfolge AEIOU durchprobiert. Für viele Zahlensequenzen lassen sich also mehrere Wort finden. Hier bleibt es wieder ihrem Vorstellungsvermögen überlassen, für welche Kombination sie sich entscheiden.

Die Grunddefinition des Majorsystems ist folgende:
0 s, ß ,z, c (weich)
1 d, t, h (nur als erster Buchstabe eines Wortes)
2 n
3 m
4 r
5 l
6 j, sch, ch, g (weich)
7 k, ck, c, g (hart)
8 f, ph, v, w
9 b, p
Mit diesen Bausteinen kann das System auf verschiedenen Leveln genutzt werden. Diese richten sich nach den Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Major-Systems und dem Lernaufwand, den man treiben will. Nutzt man das System zur Kodierung einstelliger Zahlen, dann ist es nicht stärker als ein 10er Zahl-Klang-System oder Zahl-Form-System. Seine wahre Leistungsstärke kann das System erst auf höheren Stufen entfalten. Zum Einstieg müssen sie aber ersteinmal die Kodierung der einstelligen Zahlen beherrschen. Bei der Kodierung der einstelligen Zahlen gibt es mehrere Varianten. So kann man eine 1 als "01" oder als"1" kodieren. Ich schlage die Kodierung im einstelligen Format mit unterdrückten vorangehenden Nullen vor. Später werden sie sehen, dass ihr System dadurch flexibler wird.

Beispiel-System

Einstelliges System

Bitte überlegen sie sich mit Hilfe der oben genannten Zahl-Konsonanten-Definition ihre eigenen Wörter für die Zahlen 1 bis 9. Ein Beispiel ist dieses:
  • 0 Esse
  • 1 Tee
  • 2 Noah
  • 3 Oma
  • 4 Reh
  • 5 Lea
  • 6 Schuh
  • 7 Kuh
  • 8 Vieh
  • 9 Po.

Einige noch nicht genannte Wortbildungsregeln sind an diesem Beispiel zu erkennen.
  1. Ein Wort muss nicht mit einem Konsonanten beginnen. Es ist immer zulässig einen Vokal als ersten Buchstaben zu benutzen.
  2. Manchmal muss ein Wort durch Konsonanten ergänzt werden, damit es Sinn macht. Diese sollten keine Zahl-Bedeutung besitzen. In Frage kommen also h, x, y, q.
  3. Doppelkonsonanten werden immer als einer gezählt.

Zweistelliges Major-System

Das zweistellige Majorsystem ist etwas komplizierter. Jetzt müssen wir für die Zahlen 0-99 jeweils ein Wort finden. Bitte denken sie sich auch dieses System selber aus. Die Worte für die Darstellung der Zahlen 0-9 können sie übernehmen. Bei diesen Wörtern kann es vorkommen, dass sie ein Wort mit Konsonanten auffüllen müssen. Bitte achten sie dabei auf folgende Regeln: 1. Die ersten beiden Konsonanten müssen immer für die Zahlbildung verwendet werden. 2. Die danach folgenden Konsonanten sollten wenn möglich, aus der Reihe bedeutungsloser Konsonanten genommen werden. Hier ein Beispiel für ein Kodierung der Zahlen 1-100:

1

Tee

21

Note

41

Rute

61

Schade

81

Fete

2

Noah

22

Nonne

42

Rinne

62

Schiene

82

Fön

3

Oma

23

Name

43

Rahm

63

Scham

83

Fame

4

Ra

24

Narr

44

Rohr

64

Ascher

84

Fuhre

5

Lee

25

Null

45

Rolle

65

Schal

85

Fall

6

Schuh

26

Nische

46

Rache

66

Schach

86

Wäsche

7

Kuh

27

Nick

47

Ruck

67

Scheck

87

Waage

8

Vieh

28

Neffe

48

Ruf

68

Schaf

88

Waffe

9

Po

29

Nabe

49

Rabe

69

Schippe

89

Phobie

10

Dose

30

Masse

50

Los

70

Käse

90

Pass

11

Tatoo

31

Maat

51

Lot

71

Code

91

Bote

12

Ton

32

Miene

52

Lohn

72

Kanne

92

Panne

13

Dom

33

Mama

53

Lama

73

Kamm

93

Baum

14

Tor

34

Mär

54

Lira

74

Karre

94

Bauer

15

Tallie

35

Mole

55

Lila

75

Kuhle

95

Pol

16

Doge

36

Masche

56

Loge

76

Kascha

96

Page

17

Tick

37

Macke

57

Locke

77

Kick

97

Bock

18

Hof

38

Mafia

58

Laffe

78

Kaff

98

Bofe

19

Dieb

39

Mappe

59

Liebe

79

Kuppe

99

Baby

20

Nase

40

Rose

60

Jazz

80

Fass

100

Dosis



Mit diesem Basis System sind sie bereits sehr gut ausgerüstet. Eine siebenstellige Telefonnummer lasst sich damit in vier Worten darstellen. Es geht aber noch mächtiger:

Dreistelliges Major-System

Mit etwas Einsatz lässt sich mit der Zahlen-Buchstaben Definition ein Kodiersystem aufbauen, welches die Zahlen 0-999 kodiert. Eine neunstellige Zahl merken sie sich dann mit drei Worten! Erahnen sie jetzt die Macht dieses Systems? Durch Kombination mit einem Farbsystem etc. können sie die Fähigkeiten des Systems noch weiter potenzieren. Ein dreistelliges Major-System erfordert etwas Arbeit für die Erstellung. Bei einigen Wörtern muß auch ganz tief in die Trickkiste gegriffen werden. Ein gutes Fremdwörterbuch ist dabei unabdinglich. Hier ein paar Beispiele für knifflige Worte: 133 Demimonde, 214 Nadir, 200 Onassis. Eine komplette Liste mit den Kodierungen 1-1000 im Major-System finden sie in Tony Buzan's Buch "Nichts vergessen". Am besten nutzen sie die Möglichkeiten des Major-Systems, wenn sie zuerst die Schlüsselwörter auswendig lernen. Diese müssen sie wie im Schlaf beherrschen. Dann kodieren sie die gewünschten Zahlen in Wörter um. Aus diesen Wörtern bilden sie eine Geschichte. Wiederum ist es wichtig, die Geschichte so bunt wie möglich zu machen, damit sie später besser abgerufen werden kann.

Bewertung

Einsatz - schwer
Effektivität - sehr hoch
Leistung - sehr hoch
Lernaufwand - hoch
Nutzung - durch Personen, die bereit sind, größeren Lernaufwand zu investieren.

Copyright Löbel 2001, Last updated 18.12.2001

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